Bisher haben wir KI oft wie einen sehr schlauen Buchhalter gesehen: Sie prüft Daten, sortiert sie oder sagt Zahlen voraus. Doch aktuell erleben wir einen Sprung in der Entwicklung: KI wertet nicht mehr nur aus – sie erschafft Neues.
Willkommen in der Welt der Generativen KI (GenAI).
Moment mal, ist das wirklich neu?
Vielleicht bist du skeptisch und denkst: „Das gibt es doch schon ewig.“ Und du hast völlig recht! Die Grundlagen dieser Technik existieren seit Jahrzehnten. Schon in den 60ern gab es einfache Chat-Programme.
Warum also jetzt der Hype? Zwei Dinge haben sich radikal geändert:
- Die Leistung: Durch neue Architekturen und riesige Rechenpower verstehen die Systeme Zusammenhänge heute extrem gut, statt nur Wörter zu raten.
- Die Bedienung: Bis vor kurzem brauchtest du Programmierkenntnisse. Seit ChatGPT & Co. reicht einfache Alltagssprache. Das war der „iPhone-Moment“ der KI: Die Technik war nicht mehr neu, aber plötzlich für jeden nutzbar.
Was ist der Unterschied zur „alten“ KI?
Um den Wandel zu verstehen, muss man zwei Arten unterscheiden:
- Die „klassische“ KI: Sie entscheidet.
- Beispiel: Du zeigst ein Foto und die KI sagt: „Das ist eine Katze.“ Oder sie prüft eine Rechnung und meldet: „Verdacht auf Betrug.“
- Die „generative“ KI: Sie ist kreativ.
- Beispiel: Du sagst: „Mal mir eine Katze im Stil von Van Gogh.“ Die KI erschafft dieses Bild Pixel für Pixel neu. Oder sie schreibt einen kompletten Textentwurf für deine Webseite.
Der europäische Weg: KI „Made in Europe“
Oft denkt man bei KI sofort an US-Konzerne. Aber wir müssen uns in Europa nicht verstecken. Für eunify.ai ist wichtig: Wir haben starke Alternativen, die unsere Werte respektieren.
- Aleph Alpha (Deutschland): Ein Unternehmen aus Heidelberg, das KI speziell für die Industrie und Verwaltung baut – transparent und nachvollziehbar.
- Mistral AI (Frankreich): Ein europäischer Champion, der zeigt, dass offene, effiziente Technologie oft genauso gut ist wie die der Tech-Giganten.
Der Vorteil: Wenn wir europäische Modelle nutzen, bleiben die Daten hier. Datenschutz und Sicherheit sind „eingebaut“, nicht nur nachgerüstet.
Wo hilft das im Arbeitsalltag?
Jenseits von Spielereien bringt GenAI echten Nutzen im Büro:
- Der Firmen-Assistent: Eine KI, die alle eure Handbücher kennt. Mitarbeiter fragen: „Wie geht Prozess X?“ und bekommen sofort die Antwort – ohne langes Suchen.
- Marketing & Text: Ob E-Mail an Kunden oder LinkedIn-Post – die KI liefert in Sekunden gute Entwürfe. Das löst das „Problem des leeren Blattes“.
- Programmieren: Software-Entwickler nutzen KI als Partner, der Code schreibt und Fehler findet.
Wichtig: Der Mensch bleibt der Pilot
Generative KI hat eine Tücke: Sie will immer antworten, auch wenn sie keine Ahnung hat. Fachleute nennen das „Halluzinieren“. Die KI erfindet dann Fakten, die absolut glaubwürdig klingen.
Deshalb gilt gerade bei uns in Europa: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist Pflicht. KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für den Experten. Wir müssen Ergebnisse prüfen und dürfen niemals vertrauliche Kundendaten unbedacht in öffentliche Chats eingeben.




